Die Bitcoin-Community teilt sich gerade in zwei Lager: in diejenigen, die jedem Preissturz tiefenentspannt und sogar mit Freude begegnen, weil sie sich für ihre Euro noch mehr Satoshi sichern können – und in diejenigen, die beginnen zu zweifeln und mit jedem Dip unruhiger werden.
„War es das mit Bitcoin? Waren wir vielleicht doch zu optimistisch?“ – eine Stimme meldet sich im Kopf, während sich im Bauch ein unangenehmes Gefühl breitmacht…
Ich kann mit beiden Lagern mitfühlen. Einerseits ist Bitcoin so brillant und nahezu perfekt designt, dass seine Geschichte kaum anders verlaufen kann als eine Erfolgsgeschichte: In spätestens 42 Jahren erzählen Großeltern ihren Enkeln, wie es damals war mit den Bullen- und Bärenmärkten – und wie aufregend die Einrichtung der ersten Hardware-Wallet gewesen ist.
Andererseits braucht es eine enorme Portion Überzeugung, fast schon einen unerschütterlichen Glauben daran, dass sich Bitcoin tatsächlich durchsetzen wird. Denn die Zukunft ist ungewiss. Für alle. Immer.
Spätestens im Mathe-Unterricht haben wir gelernt, was Unsicherheit bedeutet: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, ist prinzipiell kleiner als 1.
Mein Verstand weiß, dass nichts auf dieser Welt sicher sein kann – auch Bitcoin nicht. Und doch gibt es in mir einen Teil, der keine Sekunde daran zweifelt, dass Bitcoin ein wesentlicher Bestandteil der Zukunft der Erde ist. Es wird so sein. Es geht nicht anders.
Die Idee, das Wissen, die Geschichte von Bitcoin… und die Hoffnung, die unzählige Menschen daraus schöpfen, sind seit Jahren fester Bestandteil des Äthers.
Bitcoin ist eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Falls du zu denjenigen gehörst, deren Bäuche gerade grummeln, dann fühl dich umarmt. Und vielleicht entdeckst du bald den Teil in dir wieder, der mehr weiß, als dein Verstand jemals wissen wird…
Zwischen Goldrausch und Zuversicht | Hintergrund mit KI generiert ✨
MEINE HEART WORDS DER WOCHE
1. Ein Goldrausch
Gold ist derzeit in aller Munde. Gefühlt haben alle Wirtschafts- und Bitcoin-Podcasts, denen ich folge, in dieser Woche über Gold gesprochen. Jahrzehntelang hat sich kaum jemand dafür interessiert – doch seit der Goldpreis in einer Weise steigt, wie man es eher von Bitcoin erwarten würde, rückt Gold plötzlich wieder in den Fokus vieler Menschen.
Da ich immer wieder dafür kritisiert werde, dass ich trotz dieser beeindruckenden Preisentwicklung weiterhin 0% in Gold halte, habe ich dazu ein Video gemacht. Nicht, um zu beraten – denn wer dem glänzenden Stein etwas abgewinnen kann, soll ihn gerne kaufen und halten –, sondern um einzuordnen, was Zahlen, Daten und Mathematik zum Vergleich „Bitcoin vs. Gold“ sagen.
Langfristig erzählen die Daten eine klare Geschichte: Gold bewahrt Wert, Bitcoin wächst strukturell – auch im Verhältnis zu Gold. Setzen sich die jeweiligen Trends fort, könnte Bitcoin Gold bereits in etwa zwölf Jahren überholen.
Die Details findest du im neuen Heart Money Video.
Heart Money Episode 29 ▶️ Gold boomt – warum Bitcoin trotzdem gewinnt (Daten-Check)
2. Eine Zuversicht
Auch für Bitcoiner ist der aktuelle Goldrausch ein positives Zeichen. Gold macht sichtbar, was viel zu lange übersehen wurde:
Das bestehende Geldsystem stößt an seine Grenzen. Steigende Staatsverschuldung, expansive Geldpolitik und politische Versprechen hinterlassen Spuren – vor allem im Vertrauen in Fiat-Währungen.
There is no free lunch. / Es gibt nichts umsonst.
Wirtschaftliche Vorteile fallen nicht vom Himmel. Was heute bequem erscheint, muss irgendwann bezahlt werden – oft schleichend über Inflation, Kaufkraftverlust oder andere Formen der Umverteilung.
Dass sich diese Erkenntnis langsam durchsetzt, ist kein Zufall. Die Rechnung für jahrzehntelange Schuldenpolitik kommt früher oder später. Sie ist überfällig.
Bitcoiner könnten jetzt zu Recht sagen: „Wir haben es kommen sehen.“
Doch statt uns darüber zu empören, dass Gold-Bugs* gehört werden und Bitcoiner bislang nicht, dürfen wir uns freuen: Die Schwächen von Fiat-Geld werden jetzt greifbar.
Und wenn Gold wieder als monetärer Anker ernst genommen wird, dann ist der gedankliche Schritt zu Bitcoin vielleicht gar nicht mehr so groß…
Auch wenn ich selbst kein Gold halte, sehe ich Gold nicht als Gegner, sondern als Wegbereiter.
Gold stellt die richtigen Fragen.
Bitcoin gibt eine noch bessere Antwort.
*Als Gold-Bugs werden Menschen bezeichnet, die Gold als besonders verlässlichen Wertspeicher sehen und Fiat-Geld misstrauen.
3. Eine Empfehlung
Über Gold spricht auch Ökonom Dr. Daniel Stelter in seinem Podcast mit Ronald Stöferle, dem Kopf hinter dem In Gold We Trust Report. Es geht um den aktuellen Gold-Hype, um Vertrauen ins Geldsystem – und darum, warum steigende Goldpreise eher ein Warnsignal als ein Grund zur Euphorie sind.
Sehr hörenswert. Du findest die Folge hier.
bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter ▶️ (Ir)rationales Gold
4. Ein Lebenszweck
In den letzten Wochen habe ich ein bekanntes Buch von Eckhart Tolle gelesen mit dem großen Titel „Eine neue Erde: Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung“.
Ein bekannter Bitcoiner hat vor einiger Zeit erwähnt, dass er es liest und ich wurde sofort neugierig. Es zählt jetzt definitiv zu den Top 3 der nützlichsten spirituellen Bücher, die den Weg zu mir gefunden haben.
Etwas, was mich nachhaltig beeindruckt hat, ist Tolles Gedanke, dass es einen inneren und einen äußeren Lebenszweck gibt – und dass der äußere zweitrangig ist.
Der äußere Lebenszweck beschreibt, was wir tun: unsere Rollen, Ziele, Projekte, unseren Beruf und die Formen, in denen wir uns in der Welt ausdrücken.
Der innere Lebenszweck beschreibt hingegen, wie wir sind: unseren Bewusstseinszustand, unsere Präsenz und die Qualität unseres Seins im Handeln.
Ich interpretiere das für mich so: Es ist egal, was du machst. Die Intention dahinter ist entscheidend. Und solange deine Intention wach, präsent und nicht vom Ego gesteuert ist, erfüllt dein Handeln bereits seinen eigentlichen Zweck.
„Eine neue Erde“ hat einen transformativen Prozess in mir angestoßen und verdient fast schon eine eigene Newsletter-Ausgabe. Da spirituelle Themen aber nicht alle Leserinnen und Leser interessieren, würde ich mich über Feedback dazu freuen. Falls es ausbleibt, weiß ich Bescheid. 😉
5. Ein Zitat
Gold zu kaufen, um sich gegen Inflation zu schützen, ist so, als würde man ein Faxgerät einsetzen, um mit einer völlig neuen technologischen Realität wie der künstlichen Intelligenz fertigzuwerden. Bitcoin ist begrenzt. Gold ist es nicht. - Adam Livingston
Link zum Post
Betrachtet man Gold als das, was es physisch ist – ein glänzender Stein –, erscheint es paradox, dass KI als zukunftsweisend gilt, während beim Wertspeicher weiterhin der physischen Form mehr Glaubwürdigkeit zukommt als der brillanten Ingenieurskunst hinter Bitcoin.
Ist es die materielle Anziehungskraft von Gold oder das mangelnde Verständnis von Bitcoin, was dem Durchbruch der digitalen Version noch im Wege steht?
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Hab eine gute Nacht oder eine schöne Woche – ganz egal, wann du diese Worte liest.
Nicole ❤️
Veröffentlicht am 1. Februar 2026 auf Substack.