Ein sehr diskussionswürdiger Beitrag von @ChrisMeinhart auf x:
Bitcoin ist keine Religion – und manche Bitcoiner benehmen sich wie eine Sekte
Ich bin Bitcoiner.
Ich glaube an Bitcoin.
Aber ich werde niemals Teil einer Sekte sein – und genau hier beginnt ein ernstes Problem im Bitcoin-Space wie ich finde.
Was wir bereits seit einiger Zeit erleben, ist bei manchen längst keine sachliche Überzeugung mehr, sondern sektenhaftes Verhalten. Und nein, das kommt nicht gut an. Weder bei Außenstehenden noch bei Menschen, die grundsätzlich offen wären.
Ständiges Missionieren.
Moralische Überlegenheit.
Und das permanente Narrativ: Bitcoin wird alles retten.
Das ist keine Aufklärung mehr – das ist Dogma.
Noch problematischer:
Es sind nicht nur einzelne Individuen.
Auch einige Influencer driften gefährlich nah an eine Dynamik, die man sonst nur aus Sekten kennt:
•Absolute Wahrheitsansprüche
•Keine Selbstkritik
•Ein fast messianisches Auftreten
Manche glauben ernsthaft, sie hätten die Wahrheit gepachtet.
Und das ist – arrogant.
Extrem arrogant.
Bitcoin ist ein Werkzeug.
Kein Heilsbringer.
Kein Gott.
Keine Religion.
„Bitcoin fixes everything“ ist kein Argument – es ist ein Glaubenssatz.
Und genau da kippt es ins Krankhafte.
Was absolut lächerlich ist, ist diese Ironie:
Bitcoiner fordern ständig von anderen:
„Seid kritisch! Denkt selbst! Hinterfragt alles!“
Aber genau das tun viele bei sich selbst nicht mehr.
Keine Selbstreflexion.
Keine Grenze.
Kein Innehalten.
Nur noch Bitcoin.
Den ganzen Tag.
Jeden Gedanken.
Jede Erklärung.
Das ist nicht gesund.
Für niemanden.
Wenn Menschen sich von Bitcoin abwenden, dann oft nicht wegen Bitcoin selbst, sondern wegen des Verhaltens mancher Bitcoiner.
Und das sollten wir uns endlich eingestehen.
Ich würde mir einen Bitcoin-Space wünschen mit:
•mehr Demut
•mehr Selbstkritik
•weniger Missionierung
•weniger Ego
•weniger „Wir gegen den Rest der Welt“
Bitcoin braucht keine Sekte.
Bitcoin braucht reife Menschen.
Menschen, die wissen:
Man kann von etwas überzeugt sein, ohne fanatisch zu werden.
Und man kann an Technologie glauben, ohne sie zu vergöttern.
Vielleicht ist es Zeit, dass einige Influencer – und auch ganz normale Bitcoiner – sich mal ganz ehrlich fragen:
Wie wirken wir eigentlich auf andere?
Und ist dieses Verhalten wirklich noch gesund?
Nicht alles, was laut ist, ist wahr.
Nicht alles, was radikal ist, ist richtig.
#Bitcoin ist stark genug, ohne Sektenverhalten.